Unter dem Motto „Behind the scenes“ möchten wir Euch dieses Mal unser Process Consulting-Team vorstellen. Unsere Process Consultants sind Kommunikations-, Methoden- und Tool-Profis – sie beraten, unterstützen und analysieren. Der Job als Consultant bei catworkx: eine vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit. Wir haben nachgefragt – bei unserem Kollegen Christoph Piotrowski, Head of Process Consulting bei catworkx.

Stell‘ Dich und Dein Team bitte einmal vor. Wer bist Du? Was machst Du bei catworkx?

Christoph: Mein Name ist Christoph Piotrowski und ich bin Head of Process Consulting bei catworkx. Als SAFe® Program Consultant und Agile Coach berate und unterstütze ich unsere Kunden aus dem Enterprise-Segment bei agilen und digitalen Transformationsvorhaben und zeige auf wie Atlassian-Tools zur Steigerung der Effizienz und Prozessverbesserung eingesetzt werden können.

Unser Team ist für alle Fragestellungen zuständig, die schwerpunktmäßig Methodiken, Prozesse, Herangehensweisen und die Organisation im Unternehmen betreffen. Wir kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Unternehmen eine Änderung anstreben, die vor oder begleitend zu einer Tooling-Frage benötigt wird.

Christoph Piotrowski - catworkx

Aktuell beschäftigen wir uns vor allem mit dem Thema der agilen Transition von Teams, Programmen und Unternehmen. Unsere Coaches haben spezielle Erfahrungen in diesen Themen, z.B. kennen wir uns als SAFe® Program Consulants mit skalierten agilen Frameworks aus – natürlich bringen wir auch Expertise in anderen agilen Frameworks mit. Mit unserem branchenübergreifenden Wissen, beraten wir Kunden dazu, wie sie Agilität im Unternehmen einsetzen können, über welche Hürden und Fallstricke sie stolpern können und wie Teams in einer Transition richtig mitgenommen werden, damit Änderungen sich nachhaltig auf die Wertschöpfung im Unternehmen auswirken können.

Natürlich verfügen wir auch über ein hervorragendes Wissen über die Atlassian-Tools, so sind wir zum Beispiel zertifizierte Jira Administratoren und ausgebildete Jira Align Berater.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag bei catworkx aus?

Christoph: Ich selbst beschäftige mich mit einem extrem spannenden Mix aus konkreten Beratungsprojekten und Pre-Sales Aufgaben. Die Beratungsprojekte sind dabei unterschiedlich groß, vom Team-Coaching bis zur Einführung einer skaliert agilen Arbeitsweise für ganze Programme und Portfolios ist alles dabei.

So erstellen wir beispielsweise, meist in enger Abstimmung mit mindestens zwei Kollegen, Konzepte für eine Transition oder für eine eine bestimmten Zielsetzung des Kunden und gehen dann in die Ausführung. In Corona-Zeiten bedeutet das leider viele virtuelle Workshops. In naher Zukunft erhoffen wir uns wieder mehr Vor-Ort-Termine und persönliche Gespräche beim Kunden (lächelt).

Zusammengefasst heisst das: Wir organisieren Workshops für den Kunden, um die Unternehmensorganisation zu verstehen, Konzepte für angestrebte Verbesserungen zu erarbeiten, Methodiken zu besprechen oder geben Trainings zu Themen wie Scrum, Agilität und agile Frameworks.

Gleichzeitig arbeiten wir auch an der Implementierung und Einrichtung von Tools wie Jira oder Jira Align. Wir stimmen uns dabei eng mit unseren Atlassian Experts ab, die uns bei der technischen Umsetzung in Jira und Confluence unterstützen.

Im Pre-Sales geht es vor allem darum, mit Kunden über ihre Vorhaben zu sprechen und Lösungsideen im Vorfeld abzustimmen. Wenn z.B. ein Kunde Jira Align im Unternehmen einsetzen möchte, können wir ihm dabei behilflich sein, bereits vorab zu klären, ob das Tool überhaupt zum Unternehmen passt. Oder wir raten ihm, sich zunächst auf einen erforderlichen agilen Kulturwandel zu konzentrieren.

Was macht den Process Consulting-Bereich so spannend für Dich? Was macht Dir an Deinem Job besonders Spaß?

Christoph: Zwei Dinge fallen mir immer wieder auf und motivieren mich aufs Neue: Zum einen sind die Kunden, Aufgaben und Gesprächspartner vielfältig und abwechslungsreich. Agilität ist ein Thema, das branchenübergreifend ein unglaublich großes Interesse erzeugt, und das in zunehmendem Maße – auch außerhalb von Entwicklungsteams. Wir beraten Software- und Entwicklungsteams aus der Automobilbranche, aber auch Hersteller von Kosmetikprodukten, das macht die Beratung so spannend.

Der zweite Motivator ist das Thema Agilität: Kunden wollen sich derzeit stark verändern. Bei den agilen Werten rückt der Mitarbeiter viel mehr in den Mittelpunkt, z.B. durch das Schaffen von mehr Team-Autonomie. Wir erfahren in unseren Beratungen, wie sehr unsere Ansprechpartner von diesem Kulturwandel profitieren, wie motivierend das für unsere Kundenteams ist. Und das motiviert auch uns. Und so macht die Arbeit wirklich Spaß (lacht).

Mit welchen Tools, Frameworks habt Ihr zu tun bzw. sollte man sich auskennen, wenn man bei catworkx arbeitet?

Christoph: Wir beraten besonders gerne vor dem Hintergrund der Atlassian-Tools, weil wir auf eine unglaubliche Expertise zurückgreifen können. Das heißt, gute Erfahrungen mit den Atlassian Tools sind besonders hilfreich, wenn man in diesem Bereich arbeiten möchte.

Noch wichtiger ist allerdings das methodische Grundgerüst: Praktische Erfahrungen in agiler oder skaliert-agiler Arbeitsweise und in der Beratung sind entscheidend. Ein spezielles Framework ist dabei weniger ausschlaggebend, als das Verstehen von lean-agilen Ansätzen in verschiedensten Unternehmensbereichen.

Was waren Deine herausforderndsten Projekte? Welche Projekte haben Dir am meisten Spaß gemacht?

Christoph: Aus meiner Sicht ist es immer das aktuellste Projekt, was mir besonders Spaß macht und spannend ist (lächelt).

Aber im Ernst: Zugleich herausfordernd und auch Spaß macht die Beratung zu Jira Align. Dieses Tool ist im Atlassian-Portfolio noch vergleichsweise „jung“. catworkx war mit seinen Beratern von Anfang an mit dabei, als Atlassian das Early Access Program dazu ins Leben gerufen hat. Zu sehen, wie sich das Tool nach und nach in die Atlassian-Landschaft unserer Kunden einfügt und hier auf der übergreifenden Ebene unterstützt, ist wirklich beeindruckend.

Was muss man an Voraussetzungen für den Job unbedingt mitbringen, wenn man als Process Consultant arbeiten möchte? Welchen Ratschlag hast Du für Bewerber, die in diesem Bereich tätig sein möchten?

Christoph: Das ist einfach zu beantworten …

  1. Spaß am Beraten, an vielen Gesprächen, vielen Kontakten aus allen möglichen Bereichen und Branchen.
  2. Aufgeschlossenheit für neue Ideen, neue Methoden, neue Ansätze. Wir wollen uns permanent hinsichtlich unserer Beratungsmöglichkeiten weiterentwickeln, weil sich der Markt, unsere Kunden und Lösungsmöglichkeiten ebenfalls ständig verändern.
  3. Feedback-Fähigkeit: Also die Fähigkeit zu haben, seine Arbeit zu reflektieren, Feedback einzuholen, sich bei Bedarf zu verbessern oder weiterzuentwickeln. Niemand weiß alles oder arbeitet perfekt, jeder macht Fehler – wir wollen daraus gern lernen und uns verbessern.

Und zum Schluss: Welche Relevanz, welche Bedeutung hat – aus Deiner Sicht – das Wort „Agilität“ im Kontext von Unternehmen?

Christoph: Es gibt die Kernaussagen z.B. aus dem agilen Manifest, die man hier größtenteils zitieren könnte. Für mich in der Beratung sind drei wesentliche Merkmale besonders entscheidend:

  1. Agilität soll dem Unternehmen helfen, schnell auf Änderungen reagieren zu können: Vor etwas mehr als einem Jahr konnten wir beim ersten Lockdown beobachten, wie gut dies einigen Unternehmen gelingt, und wie schwer sich andere damit tun. Daraus lassen sich viele elementare Fragen ableiten: behindern vorhandene Regeln und Prozesse unsere Arbeit eher oder können wir sie verschlanken, also effektiver gestalten? Wo entscheiden z.B. einzelne Personen oder Gremien über Dinge, die Teams selbst entscheiden könnten? Gibt es „Bottlenecks“ im Unternehmen, die ich durch andere Vorgehensweisen auflösen kann?
  2. Der Wert für den Kunden und die Kundenzufriedenheit stehen im Mittelpunkt: Folgende Fragestellungen sind dabei entscheidend: Betrachte ich den Aspekt „Kundenzufriedenheit“ ausreichend in meinem Unternehmen? Wie schnell schaffe ich den ersten Wert für den Kunden, wie reduziere ich das Risiko, mich vom „Kundennutzen“ zu entfernen? Passen die Verträge mit meinen Zulieferern, wenn das Kundenfeedback entscheidend ist, und nicht die Erfüllung einer gelieferten Spezifikation zum Projektstart?
  3. Kulturwandel durch Transparenz: Wir erleben bei unseren Kunden, wie sehr die Schaffung von Transparenz im Unternehmen einen Kulturwandel ermöglicht. Transparenz in alle Richtungen bedeutet, dass der Mitarbeiter versteht, welchen Wert seine Arbeit im Zusammenhang mit der Unternehmensstrategie hat. Sie bedeutet aber auch, dass der Stand einer Entwicklung, also Risiken und Probleme auf allen Ebenen sichtbar sind. So können diese offen besprochen und gelöst werden. Der Kulturwandel hat viel mit dem Ermöglichen und Schaffen von Vertrauen zu tun.