Egal ob Berufseinsteiger oder langjähriger Professional, jeder stellt sich irgendwann einmal die Fragen: – Welcher Arbeitgeber passt zu mir? – In was für einem Umfeld fühle ich mich am wahrscheinlichsten am wohlsten? – Wo kann ich mich weiterentwickeln? Vielleicht stehst Du ja gerade selber vor einer wichtigen beruflichen Entscheidung. Natürlich können wir Dir hier keine pauschalen Antworten auf die Fragen geben. Wo Du am Ende zufriedener und glücklicher bist, hängt von so vielen Faktoren und Deiner persönlichen Präferenz ab. Es gibt nicht den einen Arbeitgeber, die eine Unternehmenskultur, das eine Umfeld, in dem alle glücklich werden und wir können deine Entscheidung selbstverständlich nicht abnehmen. Was wir tun können ist, Dir einen Einblick in die unterschiedlichen Welten zu geben. Dafür haben wir unsere zwei Kollegen Andy und Hendri gefragt, die vom Konzern wieder in ein mittelständisches Unternehmen (catworkx) gewechselt haben, also beide Seiten sehr gut kennen.

Andreas Maas
Andreas Maas

Stellt euch bitte einmal kurz vor! Wer bist Du? Was machst Du bei catworkx?

Andy: Mein Name ist Andreas, genannt Andy! Gemeinsam mit meinem Kollegen Benjamin bin ich „Head of Atlassian Experts“.

Hendri: Mein Name ist Hendri und ich arbeite seit 2019 bei catworkx Österreich. Als Atlassian Expert entwickle ich maßgeschneiderte Lösungen mit Hilfe der Atlassian-Tools für unsere Kunden.

Was hat Dich damals dazu bewogen, von einem großen Konzern zu catworkx zu wechseln?

Andy: Für meinen Wechsel nach über 15 Jahren bei Axel Springer gab es hauptsächlich drei Gründe. Erstens: Ich hatte die Verantwortung im Bereich Print. Dieser Bereich befand sich bei Axel Springer eher auf dem Rückzug. Der Gestaltungsspielraum war daher begrenzt. Zweitens: Mit dem Umzug von Axel Springer nach Berlin existierte für mich als Hamburger ein latentes Berlin-Risiko und somit eine mögliche Verlagerung des Arbeitsortes. Drittens: Ich war – und bin immer noch – zutiefst davon überzeugt, dass in deutschen Unternehmen ein sehr hoher Bedarf existiert, Prozesse zu optimieren und auch der Wunsch besteht, kollaborativer zu arbeiten. Somit gibt es genügend Anwendungsfälle für die Atlassian Toolchain!

Natürlich habe ich auch abgewogen, ob ein Wechsel in meinem Alter (2016 war ich 53 Jahre alt) nicht ein zu großes Risiko ist. Ich habe mich letztendlich für den Wechsel entschieden, weil ich damit das Lenkrad für die Steuerung meiner beruflichen Zukunft direkt in die eigenen Hände genommen habe. Also eine klare Überzeugungstat!

Hendri: Nach meinem Anschluss startete ich meine Karriere in einem Handelshaus im Finanzsektor in Amsterdam. Hier hatte ich auch meine ersten Berührungspunkte mit den Atlassian-Tools. Kurz danach wechselte ich in ein schnell wachsendes Unternehmen und arbeitete sowohl in Amsterdam als auch in London. Hier war ich verantwortlich für eine Enterprise-Instanz mit Jira und Confluence.

Beide Jobs waren sehr spannend und herausfordernd. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich mich im Corporate-Umfeld nicht sehr wohl gefühlt habe. Als ich nach Österreich zog, suchte ich deshalb bewusst nach einer Aufgabe, bei der ich zu einem weiter mit Atlassian-Tools arbeiten konnten, und zum anderen hielt ich bewusst Ausschau nach einer Herausforderung in einem kleineren Unternehmen. Warum? Der erste Grund: In kleineren Unternehmen haben die Kollegen und Kolleginnen alle ein Gesicht, man ist weniger anonym. In großen Unternehmen bist du nur jemand aus dem Atlassian-Team.

Hendri Appelmelk
Hendri Appelmelk

Der zweite Grund: In kleineren Unternehmen verfügen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über mehr Fähigkeiten und Expertise. In Konzernen haben Mitarbeiter oft einen ganz spezialisierten Aufgabenbereich. Du brauchst beispielsweise eine Datenbankabfrage, dann ruft man die Datenbankkollegen an! Kleinere Unternehmen können sich diesen Luxus nicht leisten.

Ist dir der Übergang leichtgefallen? 

Andy: Der Übergang ist mir leichtgefallen, auch durch den sehr herzlichen und sehr wertschätzenden Abschied durch die Kollegen bei Axel Springer. Ungewohnt war es jedoch zu Beginn bei catworkx: Ich kam aus einer Position mit fachlicher und personeller Verantwortung. Plötzlich hatte ich nicht mehr so viele Termine und bei meinem Start hier bei catworkx lief auch nicht sofort das Postfach über. Das war eine Art kalter Entzug. Da es eine bewusste Entscheidung war, konnte ich aber gut damit umgehen.

Hendri: Ja, das Team hier ist großartig und alle unterstützen mich sehr. Ich habe meine Meetingmarathons keine Sekunde lang vermisst, ebenso wenig wie die Suche nach dem richtigen Meetingraum :-).

Vermisst Du das Konzernumfeld manchmal?

Andy: Nicht wirklich: Meine Annahme zu dem Potenzial der Atlassian-Werkzeuge hat sich bestätigt. Und bei catworkx habe ich ein genauso gutes Verhältnis zu meinen Kollegen und Kolleginnen und zu meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wie bei Springer vorher.

Hendri: Also die langen Spaziergänge zur Toilette vermisse ich nicht. Dafür aber den Kuchen …

Welche Chancen liegen in einem Wechsel?

Andy: Eingefahrene Bahnen werden verlassen, man begibt sich auf neue Wege. Das Ausprobieren neuer Möglichkeiten sorgt dafür, dass neue Energie freigesetzt wird.

Hendri: Der Wechsel zu einem kleineren Unternehmen bietet die Chance, mit dem Unternehmen zu wachsen. Auch was die Karriere angeht. Und ich finde, man hat mehr Zeit, sich auf seine eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Es gibt auch weniger Bürokratie, was die Sache manchmal einfacher macht.

Welche Vorteile bietet ein Unternehmen wie catworkx im Vergleich zu einem Konzern deiner Meinung nach?

Andy: Es bietet eine bessere Möglichkeit, sich in die Strategie eines Unternehmens einzubringen und weniger „politische“ Rahmenbedingungen.

Hendri: Eines der wichtigsten Dinge für mich ist Flexibilität. Es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wenn Du deine Arbeitszeit selbst planen kannst. Außerdem können gute Ideen leichter vorangetrieben werden.

Welchen Ratschlag würdest Du einem Bewerber mit auf den Weg geben, der gerade vor der Entscheidung steht, mittelständisches Unternehmen oder Konzern?

Andy: Versuche über gezielte Fragen im Bewerbungsgespräch herauszubekommen, ob das Unternehmen bzw. Dein künftiger Vorgesetzter Deine Lösungsideen und -ansätze gut findet. Ich würde mich immer dann für ein Unternehmen entscheiden, bei dem ich das Gefühl habe, dass meine Lösungsideen und -ansätze explizit erwünscht sind! Damit wird es im Arbeitsalltag sicherlich manchmal etwas „unruhiger“, aber das Potenzial zu lernen, zu reifen und sich weiter zu entwickeln ist so wesentlich größer.

Hendri: Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass kleinere Unternehmen eine vielfältigeres Aufgabengebiet bieten, es gibt mehr Möglichkeiten, seine Fähigkeiten zu entwickeln. Zudem verlässt man sich in kleineren Unternehmen mehr auf persönliche Beziehungen und weniger auf Prozesse und Verfahren.

Fazit

In mittelständischen Unternehmen hast Du die Möglichkeit gemeinsam mit dem Unternehmen zu wachsen und Dich weiterzuentwickeln. In Konzernen sind die Arbeits- und Aufgabenbereiche der einzelnen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oft sehr genau festgelegt und abgegrenzt. Wenn Du dir eine Aufgabe mit höherem individuellen Gestaltungsspielraum und einem bereiteren Aufgabenspektrum wünschst, fühlst Du dich in einem mittelständischen Unternehmen vermutlich wohler. In kleineren Unternehmen herrscht oft eine familiärere Arbeitsatmosphäre und Du hast einen engeren und häufigeren Kontakt zu Deinen Kollegen und Kolleginnen, auch zu denen aus anderen Fachbereichen. Durch mehr Flexibilität, weniger „politische“ Rahmenbedingungen, flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege können Ideen zudem oft einfacher vorangetrieben werden.

Wenn Du gerne Gestaltungsspielraum hast, Verantwortung übernehmen möchtest, flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und eine familiäre Arbeitsatmosphäre bevorzugst, ist ein mittelständisches Unternehmen für Dich wahrscheinlich der passendere Arbeitgeber!

 

→ Und wie sieht es bei catworkx aus? Wir bei catworkx sind im Kleinen groß geworden. Wie kennen uns alle – und (teilweise) nicht nur beim Namen. catworkx ist vor über 20 Jahren in Hamburg gegründet worden und ist seither ständig gewachsen und inzwischen auch in Köln, München und Stuttgart sowie in Österreich (Wien) und der Schweiz (Winterthur, Luzern) vertreten. Wir haben viele langjährige Mitarbeiter an Bord – teilweise schon von Beginn an. Geblieben sind die flachen Hierarchien, das persönliche Miteinander und kurze Kommunikationswege. Wir finden, wir sind ein tolles Team!

Wir sind stolz auf unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter. Bei uns kannst Du vergleichsweise schnell Verantwortung und neue Zuständigkeiten übernehmen. Wir bieten Gestaltungsspielräume – und damit Freiräume für Kreativität und Innovation.